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Voluntas Abstracts 2012 - German
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V O L U M E 23, N U M B E R 1-4

January - December 2012

Abstracts available in:
German


 

 VOLU-D-11-00160

Der vorliegende Beitrag präsentiert die Ergebnisse eines Forschungsprojekts zur internen und externen Leitung von Einwanderervereinigungen im spanischen Andalusien. Der Beitrag setzt sich aus drei beschreibenden und interpretativen Teilen zusammen. Der erste Teil nennt und analysiert die soziokulturellen Motive von Initiativen zur Gründung von Einwanderervereinigungen, einschließlich Initiativen in Verbindung mit dem transnationalen Kontext, Initiativen, die auf ein Gefühl von Solidarität und Altruismus beruhen und Initiativen, die sich aus dem Bedürfnis nach Koexistenz und Eingliederung in die Gesellschaft des Gastlandes ergeben. Der zweite Teil des Beitrags konzentriert sich auf die Arten der Aktivitäten, die diese Vereinigungen organisieren, ihre Ressourcen und ihre strategischen Managementpraktiken. Der dritte Teil betrachtet die Art und Weise, in der die Vereinigungen mit dem dritten Sektor in Andalusien verbunden sind, wobei hier insbesondere auf zwei Aspekte eingegangen wird: die Beziehungen zwischen den Vereinigungen und die Gemeindebeteiligung. Die Ergebnisse werfen Licht auf die Verantwortlichkeit, die institutionelle Unterstützung und die Networking-Bedürfnisse der Einwanderervereinigungen. Es wird zudem eine Reihe von Vorschlägen hinsichtlich der Punkte unterbreitet, die im Allgemeinen mit dem Konzept der Leitung von Vereinigungen in Verbindung gebracht werden, wie gute Managementpraktiken und das Konzept der partizipatorischen Führung als Mechanismen zur Beteiligung der Bürgergesellschaft in der Politik- und Programmgestaltung . 

 

VOLU_D-11-00122R1

Die Stakeholder-Theorie unterstellt, dass Rechenschaftssysteme von der Stärke und Zahl ihrer Stakeholder abhängig sind. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, die empirische Gültigkeit der Stakeholder-Theorie zu untersuchen, wobei wir uns hier auf die Rechenschaftssysteme im Museumssektor konzentrieren.

Beruhend auf Wikipedia-Quellen haben wir sämtliche "Nationalmuseen" (134 Museen) aus den wichtigsten Industrieländern ausgewählt: Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Großbritannien und den USA.

Nach Prüfung der Tätigkeit (Kunst oder Sonstiges), der Kosten pro Besucher und des Landes zeigen die Ergebnisse eines multivariaten Modells nach der gewöhnlichen Kleinstquadrate-Methode (ordinary least squares, OLS), dass die Museumsgröße, von der angenommen wird, dass sie die Stärke und Zahl der Stakeholder darstellt, und die Höhe der erhaltenen Gelder, die die Einflussstärke einer speziell hervorgehobenen Stakeholder-Kategorie (Spender) repräsentiert, die zwei wesentlichen Bestimmungsgrößen für das Rechenschaftsmaß sind. Wir ziehen den Schluss, dass die Rechenschaft, sofern keine Anteilseigner vorhanden sind, durch die Zahl und Einflussstärke verschiedener Stakeholder bestimmt wird. Die Stakeholder-Theorie wird somit bestätigt.

 

VOLU-D-11-00055R2

Seit Beginn dieses Jahrhunderts haben die meisten südamerikanischen Länder ihre Position innerhalb der Gesellschaft modifiziert; sie hinterfragen die Selbstregulierung der Märkte und greifen in soziale Angelegenheiten ein. Diese Vorgehensweise unterstützt den Übergang zu einem Modell der „dritten Generation" in der öffentlichen Politik; ein Modell, in dem die Sozial- und Solidarwirtschaft eine bedeutende Rolle spielen. In den vergangenen Jahren wurden die Sozial- und Solidarwirtschaft in das Konzept zahlreicher Bereiche der öffentlichen Politik eingeschlossen mit dem Zweck, die wichtigen Probleme von Entwicklungsländern anzugehen: Arbeitslosigkeit und Armut.

Der vorliegende Beitrag analysiert die wesentlichen regulatorischen Dimensionen und Konditionierungen der nationalen Programme, die die Sozial- und Solidarwirtschaft in südamerikanischen Ländern fördern und die gesellschaftliche Einbindung sowie die Erhöhung der Beschäftigungsrate zum Ziel haben. Der Beitrag untersucht im Einzelnen die illustrativsten Sozialprogramme, die im vergangenen Jahrzent auf nationaler Ebene in Argentinien, Brasilien, Ecuador, Uruguay und Venezuela implementiert wurden.

 

 

 

 

VOLU-D-11-00148R1

 

Die Änderung in der politischen Führung Großbritanniens im Jahr 2010 brachte vielen Organisationen des dritten Sektors finanzielle Unsicherheit und Instabilität. In einer sich ändernden Finanzierungslandschaft ist eine allzu große Abhängigkeit von staatlicher Finanzierung eindeutig eine riskante Strategie, und es sollten auf jeden Fall verschiedene alternative Einnahmequellen ausgemacht werden. Der vorliegende Beitrag betrachtet die Auswirkungen der politischen Änderungen auf die finanzielle Nachhaltigkeit von Gemeindesportverbänden, die mit Vereinen der englischen Premier League und Football League verbunden sind. Die Einnahmequellen werden anhand von Finanzaufstellungen untersucht, wobei sich herausstellt, dass Zuschussförderungen im Durchschnitt einen Großteil der Einnahmen der Gemeindesportverbände ausmachen, während die Einnahmen aus Sponsorenschaften nur relativ gering sind. Der Beitrag diskutiert sodann das Potential für Gemeindesportverbände, ihre Einnahmequellen zu diversifizieren, indem sie soziale Partnerschaften entwickeln, die sich mit den Programmen gewerblicher Organisationen zur Corporate Social Responsibility, der unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung, befassen. Es wird dargelegt, dass trotz möglicher Vorteile einer kommerziellen Sponsorenschaft, einschließlich der Bereitstellung zusätzlicher Gelder zur Förderung der finanziellen Stabilität, unter anderem das Gleichgewicht der Kräfte, die Auswirkungen auf die organisatorische Flexibilität, ggf. der Bedarf für eine Umstrukturierung sowie die Entwicklung langfristiger Partnerschaften wichtige Aspekte darstellen. Zwar beziehen sich die Ergebnisse dieses Beitrags hauptsächlich auf eine bestimmte Art von Wohltätigkeitsorganisation, doch haben sie angesichts der Bedeutung der Einnahmen aus der Corporate Social Responsibility-Partnerschaft für den gemeinnützigen Sektor auch weitreichendere Auswirkungen für andere gemeinnützige Organisationen.

 

 

VOLU-D-10-00050R1

 

In Anlehnung an die Literatur, die sich auf die psychosozialen, kognitiven und ökonomischen Beweggründe für ehrenamtliche Tätigkeiten konzentriert, präsentiert der vorliegende Beitrag eine phänomenologische Studie über die ehrenamtliche Mitwirkung in einer gemeindebasierten Abfallwirtschaftsinitiative mit insgesamt 24 Teilnehmern. Entsprechend der Phänomenologie, die sich auf die Erkenntnis kognitiver Bedeutungen und wesentlicher Strukturen konzentriert, wurden Daten mittels 12 individueller semistrukturierter Befragungen und zweier Fokusgruppendiskussionen erfasst. Es wurden allgemeine kognitive Bedeutungseinheiten identifiziert, die das Verständnis des Wesens und der Struktur im Zusammenhang mit der Erfahrung im Rahmen ehrenamtlicher Tätigkeiten leiten, das über die Konzentration auf die Beweggründe, Funktionen und Absichten hinter der Ausführung ehrenamtlicher Tätigkeiten hinaus geht und einen Einblick in die unbeabsichtigten Auswirkungen der Handlungen seitens der ehrenamtlich Tätigen auf die Ehrenamtlichen selbst und die Gemeinde, der sie hre Leistungen anbieten, verschafft. Die Daten wurden zum Verständnis der verborgenen Dimensionen ehrenamtlicher Tätigkeiten kritisch untersucht, da sie scheinbar in Relation zu der individuellen bzw. gesellschaftlichen Handlungsfähigkeit und der gesellschaftlichen Transformation sowie zu den Problemen, die mit einer derartigen Veränderung verbunden sein können, stehen. Unserer Analyse zufolge erscheint es von Nutzen zu sein, weitere detaillierte und umfangreichere Studien durchzuführen, die die agentiven Merkmale der ehrenamtlichen Tätigkeit in Kontexten mit niedrigem bis mittleren Einkommen untersuchen.

 

VOLU-D-11-00046R2

 

Das Zusammenspiel zwischen Nonprofit-Organisationen und Unternehmen ist zunehmend diverser Natur; doch welche Nonprofit-Organisationen bauen Beziehungen auf und inwieweit hängen Beziehungen von der Art und Form der Verbindung ab? Wir konzentrieren uns auf die Zusammenarbeit zwischen Nonprofit-Organisationen und Unternehmen sowie auf Unternehmensspenden und prüfen Argumente, die auf dem soziologischen Institutionalismus und der Ressourcenabhängigkeitstheorie beruhen. Wir kommen zu dem Ergebnis, dass auf ein Erwerbseinkommen angewiesene Nonprofit-Organisationen, von professionellen Managern geleitete Nonprofit-Organisationen und rationalisierte Nonprofit-Organisationen eher mit Unternehmen zusammenarbeiten, was im Einklang mit den Erwartungen gemäß der Institutionentheorie steht. Im Hinblick auf Spendenverbindungen zwischen Unternehmen und Nonprofit-Organisationen sehen wir, dass rationalisierte Nonprofit-Organisationen mit höherer Wahrscheinlichkeit Spenden von Unternehmen erhalten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Nonprofit-Organisationen mit Erwerbseinkommen Unternehmensspenden erhalten, ist hingegen geringer, und die Finanzierungsdiversität hat einen auffallend positiven Effekt. Diese Ergebnisse lassen wichtige, doch gleichzeitig paradoxe institutionelle und ressourcenabhängige Folgen erkennen.

Wir enden unseren Beitrag mit einer Diskussion über die divergenten Ergebnisse und erstellen einen Plan für weitere Forschungsarbeiten zu diesem Thema.


 

VOLU-D-11-00093R1

 

Bürgergesellschaftsorganisationen werden heutzutage mit mehreren externen und internen Problemen hinsichtlich ihrer Identität und Stellung konfrontiert. Organisationen mögen versucht oder gezwungen sein, enger mit dem Staat zusammenzuarbeiten. Es gibt zudem Anreize, sich mehr am Markt zu orientieren. Der vorliegende Beitrag betrachtet diese Auseinandersetzungen in schwedischen Studienvereinigungen und untersucht, wie diese Organisationen versuchen, Legitimität zu erreichen. Die Tradition ebenso wie die Effizienz der Organisation sind wichtige Legitimitätsaspekte. Diese beiden Aspekte können sich gegenseitig ergänzen, aber auch miteinander kollidieren. Der Beitrag zeigt, wie Bürgergesellschaftsorganisationen bei einem Zustrom von Marktlogiken und Professionalisierungstrends verfahren, wenn diese nicht zur Identität einer Bürgergesellschaft passen. Die Ergebnisse lassen erkennen, dass unterschiedliche isomorphische Prozesse im Gange sind. Kulturelle Ressourcen werden genutzt, um widersprüchliche Mythen handzuhaben, was zu verschiedenen abschweifenden Strategien und Entkopplungen führt.


VOLU-D-11-001171R1

Die Wohltätigkeitsorganisationen in Großbritannien erlebten in der Mitte des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends ein rapides Wachstum. In dieser Studie galt es herauszufinden, ob die Wohltätigkeitsorganisationen diese Gelegenheit nutzten, ihre finanzielle Stellung vor der wirtschaftlichen Rezession der Jahre 2008 bis 2009 zu stärken. Nachdem die empirische Stabilität der Messungen der finanziellen Verletzlichkeit gemäß Tuckman und Chang bewertet und bestätigt worden war, wurden diese Messungen als Grundlage für die Erstellung eines Indexes für das finanzielle Risiko von Wohltätigkeitsorganisationen (Charities Financial Exposure Index, CFEI) verwendet. Varianten des Indexes wurden auf ein Panel von über 300 großen britischen Wohltätigkeitsorganisationen in den Bereichen Kultur, Sport und Freizeit für den Zeitraum von 2002 bis 2007 angewandt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wohltätigkeitsorganisationen 2008 eine stärkere finanzielle Position hatten als 2002 und daher besser für die sogenannte „Kreditklemme" gewappnet waren.

VOLU-D-11-000137R1

 

Zwar verschafft die Literatur zum Thema ehrenamtliche Arbeit diverse Einblicke in die Motive und die persönlichen und soziodemographischen Merkmale ehrenamtlich Tätiger, doch konzentrieren sich die Studien relativ selten auf die Anreize und organisatorischen Umstände, die Einfluss auf ehrenamtlich Tätige nehmen. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, Aufschluss über die organisatorischen Faktoren zu geben, die die ehrenamtlich Tätigen insgesamt beeinflussen, und die Koordination ehrenamtlicher Mitarbeiter zu diskutieren. Im Rahmen einer systematischen Literaturstudie wurden 386 Publikationen entdeckt, die sich auf die Koordination ehrenamtlich Tätiger beziehen. Die Zusammenfassungen dieser Publikationen wurden mittels eines offenen und selektiven Kodierungsverfahrens analysiert, was zu einer Einteilung in drei Hauptgruppen führte. Die Literaturstudie ließ uns folgende Behauptungen aufstellen: Es wird behauptet, dass die Praktiken und Instrumente zum Management ehrenamtlicher Mitarbeiter (Gruppe 1) und insbesondere die organisatorische Haltung gegenüber den ehrenamtlichen Mitarbeitern sowie die Werte der Organisationen (Gruppe 2), welche durch gesellschaftliche Prozesse gemäßigt werden, wichtige Faktoren sind, von denen ehrenamtlich Tätige beeinflusst werden. Die Studie behandelt zudem die strukturellen Merkmale, die den Handlungsspielraum und die Koordination der ehrenamtlichen Mitarbeiter (Gruppe 3) einschränken. Der Beitrag endet mit einer Diskussion der Beschränkungen in der aktuellen Forschung zur ehrenamtlichen Arbeit und beschreibt die Schlussfolgerungen für zukünftige Forschungsbemühungen. Durch eine sorgfältige Darstellung der Informationen über den organisatorischen Zusammenhang ehrenamtlicher Arbeit aus verschiedenen Disziplinen und Forschungstraditionen, was zu unterschiedlichen Interventionslogiken führt, und durch die Integration dieser Daten in ein analytisches Rahmenwerk bietet die vorliegende Arbeit eine ganzheitliche Betrachtung der Koordination ehrenamtlich Tätiger und der Theorieerstellung. 

 

VOLU-D-11-00019R1

 

Nonprofit-Organisationen könnten ihre Effektivität erhöhen, indem sie zur Erreichung ihrer Ziele die Social Media mobilisieren. Allerdings werden dem Sektor erst jetzt die Möglichkeiten der sozialen Medien bewusst, und er hinkt so anderen Sektoren im Zusammenhang mit deren Nutzung hinterher. Wir berichten über eine neuseeländische Initiative zur Entwicklung des Potentials von Nonprofit-Organisationen durch Anwendung der Aktionsforschung, was sich auch auf Nonprofit-Organisationen an anderen Orten auswirkt. In Anlehnung an die Ressourcen-Mobilisierungs-Theorie stellen wir das Ressourcen-Mobilisierungsketten-Konzept vor, um die Anforderungen und Hindernisse im Rahmen der Nutzung sozialer Medien zu erklären. Eine Befragung und zwei gründliche Fallstudien zeigten, dass Nonprofit-Organisationen mit der Nutzung sozialer Medien äußerst wenig vertraut waren. Die Teilnehmer waren von der Möglichkeit, soziale Medien zur Erreichung der Ziele ihrer Organisationen zu mobilisieren begeistert, hatten jedoch Schwierigkeiten, konkrete Schritte zur Implementierung ihrer Bestrebungen zu unternehmen. Sowohl die Umfrage als auch die Fallstudienforschung zeigten, dass fehlende Ressourcen ein wesentliches Hindernis darstellten.

 

VOLU-D-11-00071R2

Die Rechenschaftspflicht ist ein viel untersuchtes sozialwissenschaftliches Thema, das für seine Komplexität, Kontextabhängigkeit und Ambiguität bekannt ist. Mittels einer umfassenden Literaturstudie und -analyse der vorhandenen Literatur in den Nonprofit-, öffentlichen und privaten Sektoren werden in dem vorliegenden Beitrag die Gründe der Unklarheiten, die in zahlreichen Rahmenwerken zur Rechenschaftspflicht vorliegen, herausgestellt, und es wird der Trend beschrieben, der sich in Richtung Verständnis der Rechenschaftspflicht als ein erstelltes Konzept, das instrumentelle und interpretative Elemente verbindet, bewegt. Weiterhin wird die Beziehung zwischen Legitimität und Rechenschaftspflicht betrachtet. Die Autoren entwickeln ein ganzheitliches Rahmenwerk, das die Definition und Implentierung der Rechenschaftspflicht in einem komplexen Umfeld mit mehreren Stakeholdern ermöglicht, indem ein Mittel zur Operationalisierung von allgemein vorherrschenden, aber nicht eindeutigen Zielen zur Rechenschaftspflicht durch einen sozialen Prozess beratender Dialoge bereitgestellt wird. Am Ende fassen die Autoren die Grenzen dieser Vorgehensweise zusammen und beschreiben notwendige zukünftige Forschungen.


Volu-D-11-00107R1

 

Gemeinnützige Sportvereine haben organisatorische Probleme bei der Gewinnung und Bindung von Mitgliedern, ehrenamtlichen Mitarbeitern und Trainern sowie im Hinblick auf ihre finanzielle Lage. Zweck der vorliegenden Studie ist es zu untersuchen, wie schwerwiegend die Auswirkungen verschiedener Arten organisatorischer Ressourcen auf organisatorische Probleme sind. Es wird ein theoretisches Rahmenwerk basierend auf dem Konzept organisatorischer Kapazität vorgestellt, das den Einfluss menschlicher, finanzieller, infrastruktureller und kultureller Ressourcen auf organisatorische Probleme erläutert. Die empirische Bewertung erfolgt unter der Betrachtung von Daten aus einer landesweiten Online-Befragung von gemeinnützigen Sportvereinen in Deutschland (n = 19.345). Die Regressionsergebnisse zeigen, dass menschliche Ressourcen (Frauen im Vorstand, sekundäre ehrenamtliche Mitarbeiter), finanzielle Ressourcen (Herfindahl-Index), infrastrukturelle Ressourcen (eigene Anlagen, öffentliche Anlagen) und kulturelle Ressourcen (z. B. strategische Richtlinien, Gründungsrichtlinien, Vergnügungswert, Auswahl an verschiedenen Sportarten) wichtige Determinanten für organisatorische Probleme sind. Die Ergebnisse dieser Studie haben Auswirkungen auf die Verwaltung ehrenamtlicher Sportorganisationen.


VOLU-D-11-00130R1

 

Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit den Ergebnissen einer mehrjährigen und mehrphasigen internationalen quantitativen Forschungsstudie, im Rahmen derer untersucht wurde, wie die Auswirkungen der Vorstandsführung in Nonprofit- und ehrenamtlichen Organisationen in Kanada, den USA und Großbritannien wahrgenommen werden. In dieser Studie werden insbesondere vier Hypothesen untersucht sowie ein nach theoretischen Perspektiven zur Effektivität der Vorstandsführung zugrundegelegtes Modell, das entstand, als die Ergebnisse einer zufor durchgeführten Untersuchung im Rahmen einer empirisch begründeten Theoriebildung (grounded theory) rückwirkend aus der Sicht der Literatur zum Thema Führung (siehe Harrison und Murray, in Kürze erscheinend) ausgewertet wurden. Zweck dieser Forschungsphase ist es zu bestimmen, a) ob die entwickelten theoretischen Perspektiven empirisch belegt werden können und b) welche Perspektive am besten erklärt, warum einige Vorstandsvorsitzenden als einflussreicher in ihrer Rolle betrachtet werden als andere. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die Führungseffektivität eines Vorsitzenden am ehesten als ein multidimensionales theoretisches Konstrukt verstanden werden kann, das auf mehr als eine Führungstheorie zurückgeht. Am Ende des Beitrags werden die Ergebnisse sowie Anleitungen für weitere Forschungsarbeiten diskutiert.

VOLU_D_11_00141R1

 

Obwohl Nonprofit-Organisationen heutzutage einen eindringlichen Appell an ehrenamtlich Tätige richten, haben sie doch oftmals Schwierigeiten, diese freien Arbeitskräfte anzuziehen und zu halten. In diesem Sinne erweist es sich als nützlich, die Motivation ehrenamtlich Tätiger und deren Auswirkungen zu untersuchen. In dem vorliegenden Beitrag betrachten wir das Verhältnis zwischen der Motivation ehrenamtlich Tätiger und den von ihnen angegebenen Arbeitseinsatz, wobei wir uns auf die Selbstbestimmungstheorie stützen. Die Ergebnisse lassen eine positive Verbindung zwischen der autonomen Motivation der ehrenamtlich Tätigen und dem Arbeitseinsatz erkennen. Außerdem trifft dieses Verhältnis auf alle Personen in unserer Stichprobe zu, unabhängig von der Organisation, für die sie ehrenamtlich tätig sind. Die Implikationen für zukünftige Forschungen sowie die praktischen Auswirkungen der Ergebnisse werden diskutiert. 


VOLU-D-11-00160

Der vorliegende Beitrag präsentiert die Ergebnisse eines Forschungsprojekts zur internen und externen Leitung von Einwanderervereinigungen im spanischen Andalusien. Der Beitrag setzt sich aus drei beschreibenden und interpretativen Teilen zusammen. Der erste Teil nennt und analysiert die soziokulturellen Motive von Initiativen zur Gründung von Einwanderervereinigungen, einschließlich Initiativen in Verbindung mit dem transnationalen Kontext, Initiativen, die auf ein Gefühl von Solidarität und Altruismus beruhen und Initiativen, die sich aus dem Bedürfnis nach Koexistenz und Eingliederung in die Gesellschaft des Gastlandes ergeben. Der zweite Teil des Beitrags konzentriert sich auf die Arten der Aktivitäten, die diese Vereinigungen organisieren, ihre Ressourcen und ihre strategischen Managementpraktiken. Der dritte Teil betrachtet die Art und Weise, in der die Vereinigungen mit dem dritten Sektor in Andalusien verbunden sind, wobei hier insbesondere auf zwei Aspekte eingegangen wird: die Beziehungen zwischen den Vereinigungen und die Gemeindebeteiligung. Die Ergebnisse werfen Licht auf die Verantwortlichkeit, die institutionelle Unterstützung und die Networking-Bedürfnisse der Einwanderervereinigungen. Es wird zudem eine Reihe von Vorschlägen hinsichtlich der Punkte unterbreitet, die im Allgemeinen mit dem Konzept der Leitung von Vereinigungen in Verbindung gebracht werden, wie gute Managementpraktiken und das Konzept der partizipatorischen Führung als Mechanismen zur Beteiligung der Bürgergesellschaft in der Politik- und Programmgestaltung .
 

 

VOLU_D-11-00122R1

Die Stakeholder-Theorie unterstellt, dass Rechenschaftssysteme von der Stärke und Zahl ihrer Stakeholder abhängig sind. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, die empirische Gültigkeit der Stakeholder-Theorie zu untersuchen, wobei wir uns hier auf die Rechenschaftssysteme im Museumssektor konzentrieren.

Beruhend auf Wikipedia-Quellen haben wir sämtliche "Nationalmuseen" (134 Museen) aus den wichtigsten Industrieländern ausgewählt: Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Großbritannien und den USA.

Nach Prüfung der Tätigkeit (Kunst oder Sonstiges), der Kosten pro Besucher und des Landes zeigen die Ergebnisse eines multivariaten Modells nach der gewöhnlichen Kleinstquadrate-Methode (ordinary least squares, OLS), dass die Museumsgröße, von der angenommen wird, dass sie die Stärke und Zahl der Stakeholder darstellt, und die Höhe der erhaltenen Gelder, die die Einflussstärke einer speziell hervorgehobenen Stakeholder-Kategorie (Spender) repräsentiert, die zwei wesentlichen Bestimmungsgrößen für das Rechenschaftsmaß sind. Wir ziehen den Schluss, dass die Rechenschaft, sofern keine Anteilseigner vorhanden sind, durch die Zahl und Einflussstärke verschiedener Stakeholder bestimmt wird. Die Stakeholder-Theorie wird somit bestätigt.

 

VOLU-D-11-00055R2

Seit Beginn dieses Jahrhunderts haben die meisten südamerikanischen Länder ihre Position innerhalb der Gesellschaft modifiziert; sie hinterfragen die Selbstregulierung der Märkte und greifen in soziale Angelegenheiten ein. Diese Vorgehensweise unterstützt den Übergang zu einem Modell der „dritten Generation" in der öffentlichen Politik; ein Modell, in dem die Sozial- und Solidarwirtschaft eine bedeutende Rolle spielen. In den vergangenen Jahren wurden die Sozial- und Solidarwirtschaft in das Konzept zahlreicher Bereiche der öffentlichen Politik eingeschlossen mit dem Zweck, die wichtigen Probleme von Entwicklungsländern anzugehen: Arbeitslosigkeit und Armut.

Der vorliegende Beitrag analysiert die wesentlichen regulatorischen Dimensionen und Konditionierungen der nationalen Programme, die die Sozial- und Solidarwirtschaft in südamerikanischen Ländern fördern und die gesellschaftliche Einbindung sowie die Erhöhung der Beschäftigungsrate zum Ziel haben. Der Beitrag untersucht im Einzelnen die illustrativsten Sozialprogramme, die im vergangenen Jahrzent auf nationaler Ebene in Argentinien, Brasilien, Ecuador, Uruguay und Venezuela implementiert wurden.

 

 

VOLU-D-11-00126R2

 

Der Untersuchung von organisatorischen Merkmalen von freiwilligen Vereinigungen und deren Effekt auf die Erfahrung von Freiwilligen kommt traditionell weniger Aufmerksamkeit zu als anderen Themen. Dieser Artikel untersucht, wie verschiedene Merkmale, wie soziale Unterstützung und Hilfe auf Aufgaben, Information und Anerkennung, die Erfahrung von Freiwilligen bezüglich Arbeitszufriedenheit, organisatorisches Engagement und Bleibeabsicht beeinflussen. Außerdem wurden potentielle dämpfende Effekte auf die Motivation zu volontieren in Bezug auf die oben aufgeführten Beziehungen getestet. Mit Hilfe eines auf Selbsteinschätzung basierenden Fragebogens, der unter 162 italienischen freiwilligen Vereinigungen (1445 Volontäre) verteilt wurde, wurden Structural Equation Modeling (SEM) und Moderated-SEM durchgeführt, um hypothetische Vereinigungen und mögliche Schwankungen zu verifizieren. Eine Assoziation zwischen Arbeitsressourcen und den drei Ergebnissen wurde hergestellt. Außerdem wurden viele dämpfende Effekte auf die Motivationen Werte/Verständnis und Karriere gefunden. Die Ergebnisse wurden auf Grundlage der vorhandenen Literatur kommentiert und einige praktische Vorschläge bezüglich Management freiwilliger Vereinigungen und Rekrutierung und Auswahl von Freiwilligen unterbreitet.

 

 

 

 

VOLU-D-12-00008R1

Externe Bewertungen von Organisationen haben in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen und sie beeinflussen nicht nur das Verhalten der Konsumenten sondern auch das der bewerteten Organisationen. Dieses Phänomen wurde umfassend untersucht am Beispiel von U.S. News and World Reports’ Bewertung von Universitäten und juristischen Fakultäten. Anhand von Finanzdaten, die gemeinnützige Organisationen im Formular 990 der IRS (US-amerikanische Steuerbehörde) übermitteln, ist dieser Artikel bestrebt zu verstehen, wie die Bewertung durch Dritte das Verhalten von gemeinnützigen Organisationen beeinflusst. Die Ergebnisse zeigen, dass Bewertungen in der Tat Einfluss darauf haben, wie gemeinnützige Organisationen Finanzdaten im IRS-Formular 990 berichten.

VOLU-D-11-000129R1

 

 

US-amerikanische Universitäten werden kritisiert, dass sie nicht genug zum sozialen Wohlergehen der Kommunen, in denen sie operieren, beitragen und Wirtschaftsakademien werden beschuldigt, Studenten nicht ausreichend auf Business-Karrieren vorzubereiten. Diese Kritiken haben zu einem erhöhten Fokus auf Service Learning geführt, einer Form des experimentellen Lernens, das Studenten bei der Anwendung von theoretischem Wissen auf "reale" Situationen, inklusive Probleme und Möglichkeiten, denen lokale und internationale Kommunen gegenüberstehen, unterstützt. Obwohl Service Learning in Wirtschaftsakademien in den USA ziemlich beliebt ist, gibt es relativ wenig Literatur, die die Anwendung beleuchtet. Dieser Artikel beschreibt ein Service Learning Projekt in einem Kurs über Marktforschung und wie dieses Projekt das gesellschaftliche Engagement der Universität unterstützt. Es werden auch kursspezifische Ziele diskutiert sowie Lernziele, Zielstellungen und Bewertungen, wie gewöhnlich von regionalen und nationalen Akkreditierungsstellen verlangt.

 

VOLU-D-12-00016R1

Das Management von Gewinnen von gemeinnützigen Organisationen wird nicht oft in der akademischen Literatur untersucht. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die vorhandene Literatur und leitet eine Reihe von Hypothesen bezüglich der Neigung von gemeinnützigen Organisationen, Gewinne zu manipulieren, ab.

In einer Stichprobe von 844 Finanzberichten (2007) von belgischen gemeinnützigen Organisationen sind buchhalterische Manipulationen des Gewinns in Richtung Nullgewinn eindeutig vorhanden. Ferner sind mögliche Konflikte zwischen Vorstand und Management sowie das Vorhandensein von Schulden Anlass für diese Manipulationen. Größere Organisationen scheinen mehr dazu zu neigen, Gewinne in die Nähe von Nullgewinn zu manipulieren.

VOLU-D-12-00010R1

Der vorliegende Beitrag stützt sich auf das Konzept des Vertrauens, um jüngste Richtlinien, die sich auf die Beziehungen des öffentlichen/dritten Sektors auswirken, zu analysieren und untersucht hierzu den Wettbewerb, „Anordnungs- und Kontrollmechanismen" und wie die Gemeinde Beziehungskulturen formt. Anhand von Beispielen aus empirischen Studien, die in zwei Innenstadtbezirken in England durchgeführt wurden, betrachten wir die Art und Weise, in der Macht und Kontrollen durch dominante Organisationskulturen und -systeme unabhängige Vorgehensweisen, Innovation und organisatorisches Lernen in den einzelnen Sektoren untergraben.

Staatliche Einrichtungen setzen das Vertrauen in ihre Handlungen voraus, während sie die Verantwortlichkeiten zur Erbringung von Dienstleistungen und die Risiken eines Misserfolgs auf andere übertragen. Wir behaupten, dass vermehrte Marktkulturen und -regulierungen dem sektorübergreifenden Vertrauen geschadet haben, indem sie entzweiende Interessen und risikoscheue Verhaltensweisen hervorrufen und die lokale Autonomie, die Innovation und das gemeinschaftliche Handeln, wovon im „Big-Society"-Programm ausgegangen wird, beschränken. Am Ende stellen wir die Aspekte heraus, die angesprochen werden müssen, um eine zukünftige Zusammenarbeit mit gemeindebasierenden Anbietern gewährleisten zu können; darin eingeschlossen ist die Konzentration auf die Prozesse und relationale Räume, welche Alternativen ermöglichen.


VOLU-D-11-00044R1

Der vorliegende Beitrag untersucht eine nicht-staatliche Menschenrechtsorganisation, die ihre Arbeit nach nur acht Jahren eingestellt hat. Dieses Beispiel einer freiwilligen und geplanten Beendigung zeigt die Möglichkeit einer neuen Organisationsform, die zeitlich begrenzte Organisation. Der Beitrag untersucht mittels einer Reihe von Befragungen der Mitarbeiter, der Vorstandsmitglieder, des Gründers und wichtiger externer Stakeholder die Führung, die zeitlich begrenzte Struktur, den strategischen Ansatz und den Auflösungsprozess der Nonprofit-Organisation. Ausgehend von den gelernten Lektionen aus diesem Fall stellt der Beitrag die Vorteile und Probleme der zeitlich begrenzten Organisationsform heraus. Eine Reihe von ehrenamtlichen Organisationen könnte an dem Beispiel lernen und diese Form in Betracht ziehen, einschließlich Nonprofit-Organisationen, die einen Führungswechsel durchmachen, mit Umweltbedrohungen konfrontiert werden oder eine strukturelle Änderung, wie beispielsweise eine Fusion, erwägen.

 

VOLU-D-11-00094R2

Das Interesse an sozialer bzw. gesellschaftlicher Unternehmerschaft ist im Laufe des vergangenen Jahrzents stark gewachsen. Trotzdem ist dieser Bereich noch neu und fragmentiert und zeichnet sich durch Spannungen und Mängel aus. Die Theorien aus der Forschung zur Unternehmerschaft beschäftigen sich häufig mit der Fähigkeit der Unternehmen, Gelegenheiten zu erkennen, zu erforschen und zu nutzen. Andere Studien behaupten hingegen, dass soziale Unternehmen auf gesellschaftliche Bedürfnisse eingehen. Allerdings problematisiert keine dieser Forschungen eingehend die Aspekte Gelegenheiten und Bedürfnisse. Zudem bezieht sich die Diskussion in dem vorliegenden Beitrag auf ein drittes Konzept, die wahrgenommenen Bedürfnisse, als eine Anregung, unser Verständnis von der sozialen Unternehmerschaft abzustufen. Die Analyse in diesem Beitrag beruht auf vier Beispiele sozialer Unternehmerschaft.

VOLU-D-12-00026R1

Der Beitrag präsentiert eine komparative Analyse neuester Entwicklungen in den Bürgergesellschaften in sechs mittel- und osteuropäischen Ländern: Tschechische Republik, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen und Polen. Der Beitrag konzentriert sich auf die Ebene der Bürgergesellschaftsorganisationen und diskutiert zunächst die Änderungen in ihrer Rolle als soziale Akteure und ihrer Zusammenarbeit innerhalb des gesellschaftlichen Sektors selbst. Anschließend wird der Prozess der Partnerschaftskonsolidierung zwischen dem bürgerlichen und öffentlichen Sektor untersucht. Und letztlich werden einige der neueren Probleme erörtert, mit denen die Bürgerinitiativen in diesen Ländern konfrontiert werden. Ziel des Beitrags ist es, die unterschiedlichen Muster der Bürgergesellschaftsentwicklung in der Region hervorzuheben und für eine neue Bewertung der „Schwäche"-These einzutreten.

 

VOLU-D-12-00005R1

Ein Auslandsstudium wird im Allgemeinen als ein wichtiges Bildungselement für das globale bürgerliche Engagement erachtet; doch die Bedeutung verschiedener programmatischer Merkmale wurde bislang nicht ausreichend begründet. Die vorliegende Studie untersucht die Beziehung zwischen drei Aspekten von Auslandsstudiumsprogrammen - Ort, Art und Dauer - und einer anschließenden ehrenamtlichen Tätigkeit bei internationalen Entwicklungsorganisationen. Es wurden die Antworten von 2.250 befragten Collegeabsolventen analysiert (71 Prozent weiblich, 14 Prozent ethnische Minderheit, durchschnittliches Alter = 27), die zwischen 1995 und 2005 im Ausland studierten. Die Ergebnisse einer logistischen Regression deuteten darauf hin, dass ein Auslandsstudium in einem Entwicklungsland und das Lernen durch Engagement (Service-Learning) positiv mit der Aussicht auf die Aufnahme einer ehrenamtlichen Tätigkeit im Entwicklungsbereich in Verbindung gebracht wurden. Die Anzahl der im Ausland verbrachten Monate prognostizierte ebenfalls eine ehrenamtliche Tätigkeit im Entwicklungsbereich, wobei die Aufenthaltsdauer die Auswirkungen des Programmorts und der Programmart jedoch nicht beeinschränkte. Ein Interaktionstest ergab, dass die Programmauswirkungen nicht geschlechtsspezifisch waren. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass der Umfang, in dem sich die Teilnehmer aktiv für die globale Bürgergesellschaft engagieren, in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Auslandsstudiumsprogrammen steht.


 

VOLU-D-11-00081R1

 

Der vorliegende Beitrag analysiert, wie Anleger von sozialem Risikokapital die Integrität von Sozialunternehmern einschätzen. Beruhend auf einem Experiment mit 40 Anlegern von sozialem Risikokapital und 40 Studenten untersuchen wir, wie sich fünf Merkmale eines Unternehmers auf die Bewertung seiner Integrität auswirken. Diese Merkmale sind die persönliche Erfahrung des Unternehmers, seine professionelle Erfahrung, seine freiwilligen Bemühungen hinsichtlich seiner Verantwortlichkeit, sein Ruf und seine erhaltenen Auszeichnungen/Stipendien. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass sich Anleger von sozialem Risikokapital bei ihrer Beurteilung der Integrität größtenteils auf die freiwilligen Bemühungen des Unternehmers hinsichtlich seiner Verantwortlichkeit sowie auf seinen Ruf konzentrieren. Für eine insgesamt positive Beurteilung der Integrität scheint es ausreichend zu sein, wenn der Unternehmer entweder große freiwillige Bemühungen hinsichtlich seiner Verantwortlichkeit unternimmt oder er über einen guten Ruf verfügt. Anhand eines Vergleichs zwischen Anlegern von sozialem Risikokapital und Studenten zeigen wir, dass Erfahrung zu einem einfacheren Entscheidungsmodell führt, das sich auf die wichtigsten Merkmale konzentriert.

 

 

VOLU-D-10-0089R1

 

Der vorliegende Beitrag untersucht die Ratifizierung des Koyoto-Protokolls von 26 Reformländern in Europa und Eurasien in der Zeit von 1998-2009, dem Zeitraum zwischen dem Kyoto-Protokoll und der 2009 abgehaltenen Konferenz in Kopenhagen. Die abhängige Variable stellt fest, ob das jeweilige Land das Kyoto-Protokoll in einem bestimmten Jahr ratifiziert hat. Die zu beachtende Schlüsselvariable ist die Stärke inländischer nicht-staatlicher Organisationen. Zur Erklärung des Entwicklungsstadiums des Sektors nicht-staatlicher Organisationen messe ich die Stärke nicht-staatlicher Organisationen als eine „Bestandsgröße" und als eine „Flussgröße". Mit Hilfe eines Ereigniszeitmodells untersuche ich die Auswirkung der Stärke nicht-staatlicher Organisationen unter Berücksichtigung anderer inländischer und internationaler Antriebskräfte für eine Vertragsratifizierung. Alle zeitvarianten unabhängigen Variablen sind um ein Jahr verzögert. Meine Analyse lässt darauf schließen, dass die Stärke inländischer nicht-staatlicher Organisationen einen bedeutenden Prädiktor für den Zeitpunkt der Ratifizierung darstellt. Darüber hinaus beeinflussen der Druck für einen EU-Beitritt, die Ratifizierungsstufen in Anschlussländern und die Inlandskonjunktur den Zeitpunkt der Vertragsratifizierung.

 

VOLU-D-11-00095R1

Die vorliegende Studie untersucht anhand zweier Beispiele von ehrenamtlich Tätigen - den freiwilligen Helfern des staatlichen Notfalldienstes und den freiwilligen Ambulanzmitarbeitern - die psychometrischen Eigenschaften eines neuen Selbstberichts-Instruments zur Messung der Verbundenheit (die vierdimensionale Verbundenheitsskala, im Englischen: The Four-Dimensional Connectedness Scale; 4DCS). Konfirmatorische Faktorenanalysen unterstützten in beiden Fällen die Verwendung der vorgeschlagenen Vier-Faktoren-Struktur der vierdimensionalen Verbundenheitsskala (andere Mitarbeiter, Leistungsempfänger, Aufgabe und Werte). Weiterhin ergaben die konfirmatorischen Faktorenanalysen, dass Verbundenheit, Einsatz und Engagement separate Konstrukte darstellten - ein Drei-Faktoren-Modell mit einem Verbundenheitsfaktor, einem Einsatzfaktor und einem Engagementsfaktor entsprach den Daten am besten. Hierarchische multiple Regressionsanalysen zeigten zudem, dass Verbundenheit und Engagement beide jeweils individuelle Abweichungen erkennen ließen im Hinblick auf die Zufriedenheit mit der Arbeit und die Absicht, die Tätigkeit fortzuführen. Die Ergebnisse bestätigen die faktorielle, diskriminante und prädiktive Validität der Verbundenheit in Verbindung mit Engagement und Einsatz. Man kommt zu dem Schluss, dass die vierdimensionale Verbundenheitsskala geeignete psychometrische Eigenschaften aufweist und das Instrument zur Untersuchung des Wohlbefindens ehrenamtlich Tätiger eingesetzt werden kann.

 

VOLU-D-10-00105R1

 

Der vorliegende Beitrag untersucht die Auswirkungen der Gesamtheit staatlicher Zahlungen an Nonprofit-Organisationen auf die gesamte private Philanthropie. Es werden vier Verhaltensmodelle zu privaten philanthropischen Spenden zur Formulierung von vier Hypothesen über diese Auswirkungen vorgeschlagen: ausbleibender Nettoeffekt (Null-Hypothese), Crowding-in bzw. Verstärkungseffekt (positiver Effekt), Crowding-out bzw. Verdrängungseffekt (negativer Effekt) und „philanthropische Flucht" oder Entfernung (negativer Effekt auf verschiedene Teilsektoren). Diese Hypothesen wurden anhand von Nachweisen getestet, welche in 40 Ländern im Rahmen eines größeren Forschungsprojekts zur Dokumentation der Tragweite und Finanzen des Nonprofit-Sektors gesammelt wurden. Laut den erfassten Daten wirken sich staatliche Zahlungen an Nonprofit-Einrichtungen entsprechend der Crowding-in-Hypothese insgesamt positiv auf die Gesamtheit philanthropischer Spenden an Nonprofit-Organisationen aus. Eine Feldebenen-Analyse hingegen erbringt den Nachweis, dass staatliche Zahlungen an Nonprofit-„Dienstleistungseinrichtungen" eine „philanthropischen Flucht" oder Entfernung von „Dienstleistungsaktivitäten" hin zu „Ausdrucksaktivitäten" nach sich ziehen. Aufgrund der begrenzten Daten weisen die Ergebnisse auf eine empirische Plausibilität der angenommenen Auswirkungen hin, nicht jedoch auf ein tatsächliches Eintreten. Die Erkenntnisse stellen die Komplexität der Beziehung zwischen staatlicher Finanzierung und philanthropischen Spenden an Nonprofit-Organisationen dar, die von den Zielen der Akteure (Spender und Spendenempfänger) und dem organisatorischen Aufbau zur Verhandlung der Transaktionskosten verschiedener Quellen zur Unterstützung von Nonprofit-Organisationen abhängt.

 

VOLU-D-10-00064R2

Kürzlichen Studien zufolge sind nach westlichem Vorbild gestaltete professionelle nicht-staatliche Organisationen in Kasachstan und anderen zentralasiatischen Ländern schwach und untragbar. Die meisten dieser nicht-staatlichen Organisationen entwickelten eine starke Abhängigkeit von ausländischen Spenden und bauten kein lokales Unterstützungsnetz auf. Die vorliegende Studie wird durchgeführt, um die fehlende Effektivität nicht-staatlicher Organisationen in Kasachstan zu verstehen und verbreitete Meinungen über nicht-staatliche Organisationen zu prüfen. Die Befragungen lokaler und ausländischer Sozialwissenschaftsexperten und Personen des öffentlichen Lebens bestätigen, dass nicht-staatliche Organisationen in Kasachstan schwach und untragbar sind. Die Erklärungen für eine mangelnde institutionelle Effektivität sind ein fehlendes Verbundensein mit lokalen Traditionen, die geringe Sichtbarkeit nicht-staatlicher Organisationen und eine mangelnden Unterstützung seitens der Regierung. Befragungen der allgemeinen Bevölkerung lassen darauf schließen, dass die Menschen in Kasachstan nur sehr wenig über nicht-staatliche Organisationen wissen und sich ihrer Nützlichkeit nicht bewusst sind. Wir erklären die Unfähigkeit der Bürgergesellschaftsorganisationen, die Menschen vor Ort aufgrund einer fehlenden kulturellen Übereinstimmung anzusprechen. Unter Berufung auf das Modell von Hofstede zu nationalen Kulturen (1984) behaupten wir, dass sich die lokale Kultur wesentlich von der Kultur der Spenderländer unterscheidet, auf welche die Vorstellungen der nicht-staatlichen Organisationen in Kasachstan aufbauen.

 

 

VOLU-D-11-00082R1

 

Die Peer-to-Peer (P2P)-Mikrofinanzierung verbindet philanthrophische Bürger und mittellose Unternehmer in Entwicklungsländern und bietet neue Wege zur Einbringung wohltätiger Beiträge. Zwar lässt die Literatur darauf schließen, dass gemeinnützige Spenden davon abhängen, wie die Spender ihre Effektivität einschätzen, doch ist nur sehr wenig darüber bekannt, welche Projektarten einzelne Personen als effektiver betrachten. Mithilfe von Kiva.org erfassten Daten erbringt der vorliegende Beitrag den Nachweis über die relative Beliebtheit konkurrierender Entwicklungsprojekte. Wir schätzen den Einfluss öffentlich sichtbarer Projektmerkmale auf die Geschwindigkeit bei der Mittelbeschaffung ein. In der Annahme, dass Kiva-Geldgeber von einer angestrebten Armutsverminderung motivert werden, gaben die Ergebnisse Aufschluss über die Wahrnehmung individueller Philantropisten hinsichtlich der Projekteffektivität. Diese Kenntnis kann den Praktizierenden helfen, Strategien zur Mittelbeschaffung effektiver zu gestalten, insbesondere für Projekte, die von sich aus schon weniger beliebt sind.

 

VOLU-D-10-00139R1

Einheimische nicht-staatliche Organisationen in Uganda sind wichtige Stakeholder im Entwicklungsprozess. Leider hat ihr Einfluss vor Ort in den vergangenen Jahren aufgrund ihrer geringen Glaubwürdigkeit abgenommen. Bis zum Zeitpunkt der vorliegenden Untersuchung wurden keine empirischen Studien zur Erforschung dieses Gebiets in Uganda durchgeführt. Folglich wurde die Untersuchung vorgenommen. Sie wurde im Rahmen des Zuschusses der SIDA/SAREC (schwedische Behörde für internationale Entwicklungsarbeit/schwedische Abteilung für Forschungszusammenarbeit) für die Kapazitätsbildung der Makerere-Universität duchgeführt. Es nahmen 100 nicht-staatliche Organisationen teil, die nach dem Zufallsprinzip aus gezielt festgelegten Bezirken ausgewählt wurden. Insgesamt 783 Teilnehmer beantworteten einen Fragebogen, und es wurden zudem rund 100 wichtige befragte Personen mit einbezogen. Die Studie verfolgte sowohl einen qualitativen als auch quantitativen Ansatz. Anhand der Faktorenanalyse mit Ladungen über 0,4 wurde ermittelt, dass mehrere Variablen einen jeden Faktor beeinflussen, wobei die höchste zufällig ausgewählte Ladung in jedem Faktor folgenden Werten entsprach: Verantwortlichkeit (0,61291), Transparenz (-0,66958), Legitimität (0,43661), Partnerschaft/Networking (0,48110), Informations- und Kommunikationstechnologie (-0,42610) und Effektivität (-0,77667). Die Beta (<Beta>)-Spalte unter den standardisierten Koeffizienten weist die folgenden Beta-Werte aus: Legitimität = 0,236; Effektivität = 0,171; Transparenz = 0,153; Verantwortlichkeit = 0,141; Partnerschaft = 0,120 und Informations- und Kommunikationstechnologie = 0,080. Sie zeigt zudem, dass alle Faktoren mit einem Wert von 0,001 signifikant sind. Die Koeffizienten demonstrieren, dass die Legitimität der prädikativste Faktor für die Glaubwürdigkeit ist, während die Informations- und Kommunikationstechnologie den am wenigsten prädikativen Faktor ausmacht. Insgesamt wurde nachgewiesen, dass die Glaubwürdigkeit der nicht-staatlichen Organisationen lediglich durchschnittlich ist. Der Grad der Glaubwürdigkeit wurde als unzureichend befunden für die dringend benötigte effektive Dienstleistungsbereitstellung und die Abschaffung der Armut in einem Land, in dem 24,5 Prozent der Bevölkerung noch immer in völliger Armut leben. Für die Praxis wird empfohlen, dass die nicht-staatlichen Organisationen zum Zwecke eines effektiven Beitrags zur Abschaffung der Armut und zur Erhöhung ihrer Glaubwürdigkeit in die oben genannten Faktoren im Verhältnis zu ihrem prädiktiven Einfluss investieren sollten. In der Theorie muss mehr Forschung betrieben werden, um eine zuverlässige Theorie zur Glaubwürdikeit der nicht-staatlichen Organisationen zu entwickeln. Allerdings wurde festgestellt, dass diese wichtigen Faktoren trotz allem als Leitlinien für die theoretische Erklärung der Glaubwürdigkeit der nicht-staatlichen Organisationen in Uganda dienen könnten.

VOLU-D-11-00062R1

Der Fund Raising Standards Board trägt die Verantwortung für die Selbstregulierung der angewandten Praktiken im Rahmen der Mittelbeschaffung in Großbritannien. Als Mitglieder dieser Organisation müssen gemeinnützige Einrichtungen einen Jahresbericht erstellen, in dem Einzelheiten zu im vorausgegangen Jahr eingegangenen Beschwerden über ihre Praktiken im Rahmen der Mittelbeschaffung aufgeführt werden. Wir führen eine Analyse dieser Daten durch, um den Prozentsatz der Spendenaufrufe über eine weite Reihe von Medien herauszustellen, die zu einer Beschwerde führten. Wir betrachten zudem die Art der Beschwerden und interpretieren unsere Ergebnisse im Zusammenhang mit der weitergehenden Literatur, wobei wir untersuchen, wie sich die Beschwerden auf die Förderung der Kunden-/Spenderzufriedenheit auswirken und anschließende Verhaltensweisen beeinflussen.

 

VOLU-D-11-00049R1

Information und Wissen gelten erneut als wesentliche Ressourcen im Kampf gegen Armut, wobei beobachtet werden kann, wie neue Möglichkeiten bei ihrer Verbreitung bedürftigen Menschen und den Einrichtungen, die mit ihnen arbeiten, Macht verleihen. Doch während der Optimismus groß ist, gibt es nur wenige empirische Beweise für die tatsächlichen Auswirkungen dieser Veränderungen innerhalb örtlich begrenzter Entwicklungskontexte. Der vorliegende Beitrag hilft, diese Lücke zu schließen, indem die Rolle lokaler nicht-staatlicher Organisationen im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand analysiert wird. Weiterhin wird untersucht, wie die Förderung von Information und Wissen als Entwicklungsgüter das Verständnis von Armut seitens nicht-staatlicher Organisationen sowie das Verständnis ihrer eigenen Rollen innerhalb des Sektors verändert hat. Ich schlage „Informationshändler" als Metapher für nicht-staatliche Organisationen vor, um Aufmerksamkeit auf die derzeitigen Schwerpunkte Bewusstsein, Sensibilisierung und Sammlung von Informationen über die Basisbewegungen als die hauptsächliche - und in vielen Fällen einzige - Entwicklungsarbeit nicht-staatlicher Organisationen zu lenken. Diese Metapher stellt ein analytisches Instrument dar, mittels dessen die Rolle nicht-staatlicher Organisationen bei der immanenten und bewussten Entwicklung bewertet werden kann.

 

 

VOLU-D-11-00053R1

 

Die Bedeutung von Verbänden in heutigen demokratischen Gesellschaften steht außer Frage. Doch besteht Bedarf nach einem neuen Denkansatz, der die Verbände als einen spezifischen und singulären Organisationstyp betrachtet, anders als es bei Unternehmen und Regierungsbehörden der Fall ist. Es besteht zudem der Bedarf, ihre Leistungen zu messen. Beruhend auf Fallstudien und diversen theoretischen Erkenntnissen stellt der vorliegende Beitrag einige Kriterien zur Bewertung der Auswirkungen auf die Verbandsleistungen im Hinblick auf den Zusammenhalt, den Entscheidungsprozess und die Beziehung zur Umwelt dar.

 

VOLU-D-11-00048R1

Glaubensbegründete Organisationen spielen seit langem eine Rolle in der internationalen Entwicklung und sind zunehmend in Initiativen zur ökologischen Nachhaltigkeit involviert. Trotz ihrer Beiträge wurden sie bis vor kurzem von der Wissenschaft und nicht kirchlichen Einrichtungen weitestgehend ignoriert. Diese Abhandlung trägt zur wachsenden Anerkennung glaubensbegründeter Organisationen bei und untersucht mittels Dokumentenrevision, qualitativer Fragebögen und teilnehmender Beobachtung die Identität und Funktion glaubensbegründeter Organisationen, die Umwelt- und Entwicklungsarbeit in Kenia leisten. Eine diverse Gruppe glaubensbegründeter Organisationen mit unterschiedlichen Identitäten, die in zahlreichen verschiedenen Bereichen tätig sind, zeigte die Erfolge und Probleme glaubensbegründeter Umwelt- und Entwicklungsarbeit. Besonders hervorzuheben ist die wichtige Rolle, die Kirchen und glaubensbegründete Einrichtungen spielen können, um nachhaltige und ganzheitliche Änderungen in Ländern der südlichen Hemisphäre zu bewirken, was auf ihre Verwurzelung in der Gemeinschaft, das von ihnen produzierte Sozialkapital und den ihnen entgegengebrachten Respekt seitens der Menschen zurückzuführen ist.

 

VOLU-D-1100097R1

 

Trotz der Tatsache, dass in den Niederlanden die Kirchen noch immer als wichtige Quellen für soziales Kapital gelten, hat die anhaltende Säkularisierung der holländischen Gesellschaft bislang nicht zu einem Rückgang nicht religiöser ehrenamtlicher Tätigkeiten geführt. Zur Erklärung dieses offensichtlichen Paradoxes stützen wir uns auf Paneldaten, um die Hypothese zu prüfen, dass nicht religiöse ehrenamtliche Tätigkeiten zum Teil eine Folgeerscheinung der religiösen Sozialisation sind, die die heute ehrenamtlich Tätigen in ihrer Jugend erfahren haben. Es wird die folgende Forschungsfrage behandelt: Inwieweit bestimmt eine im Jugendalter erfahrene religiöse Sozialisation in christlichen Familien, unabhängig von individuellen und kollektiven religiösen Merkmalen, die Aufnahme einer nicht religiösen ehrenamtlichen Tätigkeit im späteren Leben? Die Ergebnisse zeigen, dass kollektive religiöse Merkmale, d. h. das aktive Eingebundensein in eine religiöse Gemeinschaft und religiöse Zugehörigkeit, in dieser Hinsicht die wichtigsten bestimmenden Faktoren sind. Allerdings wird neben den Folgen dieser kollektiven Aspekte auch eine unabhängige Auswirkung einer religiösen Sozialisation auf nicht religiöse ehrenamtliche Tätigkeiten beobachtet. Insbesondere eine nicht allzu strenge religiöse Sozialisation erwies sich als einflussreich auf nicht religiöse ehrenamtliche Tätigkeiten im Erwachsenenalter.

 

 

VOLU-D-11-00073R1

 

Die Regulierung der Geldmittelbeschaffung für gemeinnützige Zwecke dreht sich nicht mehr ausschließlich um die Regelung der Geldmittelbeschaffung, sondern auch um eine erfolgreiche Steuerung und umfasst zunehmend ein co-regulatorisches System, das Elemente der Selbst- sowie der staatlichen Regulierung vereint. Der Wohltätigkeitssektor in Kanada hat ein gewagtes Experiment durchgeführt und ein umfassendes Zertifizierungssystem für eine erfolgreiche Steuerung, einschließlich der Geldmittelbeschaffung, entworfen, das das Regulierungsobjekt vom informierten Spender zur gut funktionierenden Wohltätigkeitseinrichtung verlagert und das ergeizige Ziel verfolgt, eine praxisbezogene Gemeinschaft zur Selbstverbesserung zu entwickeln. Gleichzeitig hat die Bundesregierung neue Richtlinien zur Geldmittelbeschaffung eingeführt, die nicht nur das Verhältnis zwischen genehmigten Kosten und Einnahmen abdecken, sondern auch die Standards einer erfolgreichen Steuerung festlegen. Es bleibt die Frage offen, ob diese Selbst- und staatliche Regulierung als Dualsysteme bestehen bleiben oder sich in ein vereintes co-regulatorisches System entwickeln, in dem die Steuerung die Sektorzertifizierung in ihr eigenes Risikomanagement integriert.

 

 

VOLU-D-11-00057R1

 

Die vorliegende Studie untersucht anhand von Daten der in 2009 durchgeführten Amercian Time Use Survey, einer Studie zur Zeitverwendung, in welchem Umfang die in wichtigen Lebensbereichen, wie Bidlung, bezahlte Arbeit, Hausarbeit und Religion, aufgebrachte Zeit mit der Entscheidung einzelner Personen, formale oder informale ehrenamtliche Tätigkeiten zu leisten, in Verbindung steht. In Übereinstimmung mit früheren Studien zu Verhaltensweisen ehrenamtlich Tätiger zeigt diese Studie, dass die Zeit, die mit bezahlten und häuslichen Tätigkeiten verbracht wird, bedeutend und negativ mit sowohl formalen als auch informalen ehrenamtlichen Tätigeiten in Verbindung gebracht wird, wenn auch auf etwas unterschiedliche Weise. Währenddessen wird die Zeit, die für Tätigkeiten in den Bereichen Bildung und Religion aufgebracht wird, bedeutend und positiv mit lediglich formalen, nicht aber informalen ehrenamtlichen Tätigkeiten in Verbindung gebracht. Weitherhin ergibt die Studie, dass sich die beiden Formen ehrenamtlicher Tätigkeiten vielmehr ergänzen, als dass sie sich ersetzen. Die Folgerungen dieser und weiterer ähnlicher Ergebnisse zur Integration der Literaturen bei der Entscheidung über formale und informale ehrenamtliche Tätigkeit werden diskutiert.

 

 

VOLU-D-11-00069R1

 

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war in den USA eine wesentliche Veränderung im Rahmen von Spendenaufrufen zu wohltätigen Zwecken zu beobachten. Seit der 1954 in New York und Massachusetts verabschiedeten Rechtsprechung, die letztendlich zu heute 40 geltenden sehr ähnlichen Gesetzen führte, gewann die Rolle der Staatsregierungen bei der Regulierung von Aufrufen zur öffentlichen Unterstützung gemeinnütziger Aktivitäten zunehmend an Bedeutung. Staatliche Regulierungsbehörden, freiwillige Aufsichts- und Interessensgruppen, Gremien für die Festlegung von Rechnungslegungsgrundsätzen und die Datenerfassungstätigkeiten der Finanzsteuerbehörde haben allesamt die Entwicklung des Regelwerks beeinflusst, welches nun die Verfahren im Rahmen der Bitte um Unterstützung der Arbeit gemeinnütziger Organisationen gestaltet. Dieser Beitrag verschafft einen Überblick über die Auswirkung früherer Innovationen im Bereich der Mittelbeschaffung und untersucht anschließend das Zusammenspiel öffentlicher und privater Akteure bei der Gestaltung des gegenwärtigen regulatorischen Klimas.

 

VOLU-D-11-00051R1

In dem vorliegenden Beitrag wird die Auffassung hinterfragt, dass nicht-staatliche Organisationen gegenüber Eigenschaften immun sind, die im Allgemeinen mit politischen Parteien verbunden werden, wie beispielsweise der Klientelismus. Anhand einer Fallstudie einer nicht-staatlichen Organisation und einer politischen Partei in argentinischen Kleinstadtgebieten zeigt der Beitrag, dass trotz verbandsbedingter Differenzen mit dem lokalen politischen Parteinetzwerk diese beiden Verbandsnetzwerke ähnliche Folgen für die Gesellschaft mit sich brachten - wie zum Beispiel Abhängigkeit, Exklusivität und Paternalismus - ein Phänomen, das auf die ähnlichen Strukturen und Taktiken nicht-staatlicher Organisationen und politischer Parteien zurückzuführen ist. Entgegen dem vorherrschenden positiven Bild, das Gelehrte, Medien und Entwicklungsarbeiter von nicht-staatlichen Organisationen haben, wurde die nicht-staatliche Organisation von finanziellen Interessen geleitet und konzentrierte sich stets auf das Ausfindigmachen externer Geldquellen zur Realisierung ihrer Ziele. Nicht überraschend ist, dass die politische Partei hauptsächlich von politisch orientierten Interessen geleitet wurde und stets darauf bedacht war, Wählerstimmen zu erhalten. Allerdings verfolgten diese scheinbar unterschiedlichen Vereinigungen ein ähnliches Ziel: Sie waren stets bemüht, Unterstützungsquellen aufzufinden, wodurch deutlich wird, wie einflussreiche Strukturen noch immer vermarmte Gemeinden dominieren können, auch wenn sich die Formen ändern.

 

 

VOLU-D-11-00056R1

 

Es herrscht ein Forschungsmangel im Hinblick auf den Vergleich zwischen ehrenamtlich Tätigen und bezahlten Arbeitskräften. Ziel der vorliegenden Studie ist es, die vermittelnden Rollen sowohl des Arbeitsengagements als auch der Verbundenheit auf dem Motivationsweg des Job Demands-Resources (JD-R) Modells zu untersuchen. Es wurden 471 freiwillige Teilnehmer befragt und ihre Antworten nach den Methoden des Strukturgleichungsmodells analysiert. Entgegen den Erwartungen ließen die Ergebnisse nicht erkennen, dass das Engagement in der Beziehung zwischen den Arbeitsressourcen und der Zufriedenheit der ehrenamtlich Tätigen (1), den Arbeitsressourcen und der Entschlossenheit zur fortdauernden Tätigkeit (2) und den Arbeitsressourcen und der Gesundheit (3) eine vermittelnde Rolle spielt. Allerdings zeigten die Ergebnisse sehr wohl, dass die Verbundenheit in der Beziehung zwischen den Arbeitsressourcen und der Zufriedenheit der ehrenamtlich Tätigen (4), den Arbeitsressourcen und der Entschlossenheit zur fortdauernden Tätigkeit (5) und den Arbeitsressourcen und der Gesundheit (6) eine Rolle spielt. Die Ergebnisse unterstützen den Motivationsweg der JD-R-Theorie zum Verständnis des Wohlbefindens und der Bindung ehrenamtlicher Mitarbeiter in Organisationen im Gesundheitswesen, weisen jedoch darauf hin, dass die Theorie erweitert werden kann, um die Verbundenheit als vermittelnde Rolle einzuschließen.

 

 

VOLU-D-09-00043R2

 

Die vorliegende Studie untersucht, ob eine transformative Führung auf eine Organisationskultur Einfluss nimmt, welche die Effektivität nicht-staatlicher Organisationen fördert. Es wird zudem untersucht, ob sich die transformative Führung in der obersten Ebene direkt auf die Effektivität nicht-staatlicher Organisationen auswirkt. Weiterhin wird geprüft, ob die Effektivität nicht-staatlicher Organisationen den Programmerfolg mit Hinblick auf die Gesundheit, das Einkommen, die Bildung und die Zufriedenheit von Dorfbewohnern erhöht. Es wurden Daten von 312 nicht-staatlichen Organisationen im indischen Bundesstaat Jharkhand erfasst. Die transformative Führung, Organisationskultur und Effektivität nicht-staatlicher Organisationen wurde von den Mitarbeitern der nicht-staatlichen Organisationen mithilfe von Standardinstrumenten bewertet, während der Programmerfolg mit Hinblick auf die Gesundheit, das Einkommen, die Bildung und die Zufriedenheit von den Dorfbewohnern mithilfe von Holzwürfeln gemessen wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass eine transformative Führung eine Organisationskultur schafft, die die Effektivität nicht-staatlicher Organisationen fördert. Die transformative Führung übt keinen direkten Einfluss auf die Effektivität nicht-staatlicher Organisationen aus, doch begünstigt ihre Effektivität, indem sie die Organisationskultur fördert. Des weiteren erhöht die Effektivität nicht-staatlicher Organisationen deren Programmerfolg mit Hinblick auf eine bessere Gesundheit, ein besseres Einkommen, eine bessere Bildung und größere Zufriedenheit der Nutztragenden.

 

VOLU-D-11-00038R1

Dieser Beitrag untersucht, wie internationale Ressourcen eingesetzt werden können, um die Unterstützung von Bürgergesellschaftsinitiativen vor Ort in China zu stärken und so die Bedingungen für verarmte und gefährdete Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Es werden Methoden dargelegt, wie internationale Ressourcen die Bürgergesellschaft in anderen Ländern gestärkt haben, beispielsweise durch den verbesserten Zugang zu finanziellen Ressourcen, den Ausbau von Führungs- und Organisationskapazitäten, die Reduzierung der Sektoraufteilung, die Entwicklung öffentlicher Legitimität und die Verbesserung sektorübergreifender Beziehungen. Der Beitrag untersucht die Merkmale und besonderen Umstände, mit denen die Bürgergesellschaft in China konfrontiert wird. Es wird in diesem Zusammenhang behauptet, dass institutionelle Zwänge ein ganz besonderes Problem darstellen. Anschließend untersucht der Beitrag, wie internationale Ressourcen auf die jeweiligen Problembereiche in Anbetracht der Einschränkungen in China angewandt werden können. Abschließend werden fünf Grundsätze formuliert, die internationalen Spendernhelfen könnten, größere Unterstützung vor Ort für Bürgergesellschaftsaktivitäten in China zu entwickeln.

 

 

VOLU-D-11-00067R1

 

Das nicht-marktwirtschaftliche System, in dem auch ehrenamtliche Arbeiten eingeschlossen sind, wird bei der Einschätzung der Schattenwirtschaft oftmals außer Acht gelassen, da hierbei kein Geldaustausch stattfindet. Obwohl ehrenamtliche Mitarbeiter streng genommen nicht für ihre Tätigkeiten vergütet werden, ist jedoch eine Tendenz dahingehend zu beobachten, dass Rechtssysteme die Rückerstattung für tatsächlich entstandene Kosten sehr wohl gestatten. Erhalten ehrenamtliche Mitarbeiter jedoch Rückerstattungen, die den regeltechnischen und arbeitsrechtlichen Rahmen überschreiten, kann dies auch als unangemeldete Erwerbstätigkeit betrachtet werden. Der vorliegende Beitrag untersucht den Umfang und die Motive für diese Art unangemeldeter Erwerbstätigkeit in gemeinnützigen Sportvereinen in Flandern (Belgien). Da diese informelle Tätigkeit allein aufgrund ihrer Beschaffenheit schwer messbar ist, wurde ein Mixed-Methods-Ansatz angewandt. Die Ergebnisse zeigen, dass mindestens 10% der ehrenamtlichen Mitarbeiter als unangemeldete Erwerbstätige betrachtet werden können. Steuer- und Sozialversicherungsabgaben gelten hierbei als Hauptgrund für die unangemeldete Erwerbstätigkeit. Es wird behauptet, dass ein neuer Beschäftigtenstatus für bezahlte ehrenamtliche Mitarbeiter im Sportbereich erforderlich ist, um die Bereitstellung qualitativer Sportdienstleistungen zu gewährleisten.


Schlüsselbegriffe: Mixed-Methods-Ansatz, unangemeldete Erwerbstätigkeit, gemeinnütziger Sportverein, Sportmanagement, Sportsrichtlinien, ehrenamtlicher Mitarbeiter

 

VOLU-D-11-00042R1

Die gesellschaftliche Forderung nach Transparenz in nicht-staatlichen Organisationen hat zugenommen. Grund dafür sind der soziale und wirtschaftliche Einfluss nicht-staatlicher Organisationen sowie Fälle betrügerischen Verhaltens seitens einiger Leiter internationaler nicht-staatlicher Organisationen. In diesem Zusammenhang ist eine verbesserte und ausgiebige Informationsweitergabe der nicht-staatlichen Organisationen ausschlaggebend. Das Internet gilt hierbei als ein strategisches Kommunikationsmittel.

Einer erklärenden Forschungslinie folgend zielt dieser Beitrag darauf ab, den Einfluss der Faktoren „Organisationsgröße", „Alter der Organisation", „öffentliche Finanzierung", „Rechtsform", „Internationalisierung", „Vorstandsgröße" und „Vorstandstätigkeiten" bei der Informationsweitergabe mittels Websites zu bestimmen. Die Ergebnisse zeigen, dass lediglich die Faktoren „Organisationsgröße", „öffentliche Finanzierung" und „Alter der Organisation" von statistischer Bedeutung sind.

 

VOLU-D-10-00096R1

 

Ehrenamtliche Mitarbeiter gelten als Personen, die sozialen Organisationen viel Zeit für die Bereitstellung unbezahlter Dienstleistungen widmen. In Nonprofit-Krankenhäusern übernehmen ehrenamtliche Mitarbeiter drei wesentliche Rollen. Erstens bieten sie den Patienten Betreuung und Pflege. Zweitens generieren sie einen strategischen Wert durch ihre Tätigkeiten in den Bereichen Mittelbeschaffung, Marketing und Beziehungspflege zur Gemeinde. Drittens schaffen sie finanzielle Vorteile für die Einrichtung, indem dank Ihnen Krankenhauskosten reduziert werden können. Dieser Beitrag untersucht die Rollen und Beiträge ehrenamtlicher Mitarbeiter in zwei brasilianischen Nonprofit-Krankenhäusern. Die Leiter dieser Organisationen schätzen die ehrenamtlichen Mitarbeiter für ihre Leistungen im psychosozialen Bereich, für die von ihnen entwickelten strategischen Maßnahmen, für die durch sie erzielten Kosteneinsparungen, für den von ihnen herbeigeführten ideellen Wert sowie für die von ihnen eingebrachten Spendengelder. Fazit ist, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter in beiden Krankenhäusern wichtige Stakeholder sind, deren uneigennützigen Motive als gute Bürger sie dazu motivieren, einer dieser Organisationen beizutreten, dazu beizutragen, die bereitgestellten Dienstleistungen menschlicher zu gestalten und die Entwicklung von Strategien zu unterstützen, die wesentlich zur Verbesserung der Leistung an beiden Standorten beitragen.

 

VOLU-D-11-00101

Die internationale Gemeinschaft hat eine eindeutige Verbindung zwischen einer guten Regierung und wirtschaftlicher Entwicklung erkannt. In Transformations- und Entwicklungsländern findet die effektive Rolle lokaler Organisationen für Politikforschung bei der Abgabe evidenzbasierter politischer Empfehlungen als Grundlage für eine fundierte Gesetzgebung und bei der Bewertung des Erfolgs bestehender Programme wachsende Anerkennung. Kapazitätsentwicklungsprogramme für Organisationen für Politikforschung werden als eine wesentliche Komponente der Wachstumsstrategien betrachtet. Die Spendergemeinschaft hat derartige unterschiedlichen Bemühungen unterstützt. Auf der anderen Seite ist die Bewertung der Effektivität dieser Kapazitätsentwicklungs- und Mentorprogramme bislang unzureichend. Dieser Beitrag legt die Beurteilung eines Programms vor und konzentriert sich dabei auf zwei wichtige Ergebnisse von Kapazitätsentwicklungsprogrammen: verbesserte Forschungskapazität und höhere Effektivität in der politischen Arena. Es wird ein reflexives Konzept angewandt, und die Ergebnisse weisen auf eine vielversprechende Vorgehensweise des Programms hin.

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